Vom Kauf bis zum ersten Gameserver. Rechne mit fünf Minuten, den Download nicht mitgezählt.
Du bekommst eine Mail mit deinem Lizenzschlüssel und zwei Download-Links: einen für Windows, einen für Linux. Die Links gehören zu deiner Lizenz und bleiben gültig – sie liefern immer die neueste Fassung, die dir zusteht. Hebe die Mail auf.
Voraussetzung: Windows Server 2019 oder neuer, auch Windows 10/11. Es muss nichts vorinstalliert sein.
Voraussetzung: 64-Bit-Linux mit systemd – getestet und freigegeben ab Ubuntu 24.04
und ab Debian 12; ältere Fassungen laufen in der Regel, aber ohne Gewähr – und
Root-Rechte, entweder über sudo oder über das Root-Passwort. Verbinde dich per SSH
mit dem Server und führe die vier Befehle aus. Beim ersten setzt du den Linux-Link aus deiner Mail ein – den mit
p=linux am Ende. Die Anführungszeichen gehören dazu, sonst zerlegt die
Kommandozeile die Adresse am &:
wget -O leitstand.tar.gz "hier den Linux-Link aus der Mail einsetzen" tar xzf leitstand.tar.gz cd leitstand sudo ./install.sh
Gibt es auf dem Server kein sudo – bei Debian ist das der Fall, wenn bei der
Installation ein Root-Passwort vergeben wurde –, lautet der letzte Befehl stattdessen
su -c "$PWD/install.sh"; er fragt nach dem Root-Passwort.
Der Link enthält deine Lizenznummer und ein Kennzeichen und sieht so aus:
https://leitstand.whitecoding.de/download.php?l=LS-2026-1234&k=…&p=linux.
Kopiere ihn vollständig; ohne die echten Werte antwortet der Server mit „403 Forbidden“.
Er liefert immer die neueste Fassung, die dir zusteht – du kannst ihn also auch später für
Updates verwenden. Prüfen, ob die Datei angekommen ist: file leitstand.tar.gz
muss „gzip compressed data“ sagen.
Das Skript zeigt, was es vorhat, und fragt einmal „Weiter?“. Es richtet den Systembenutzer
leitstand ein, holt die Pakete, die SteamCMD braucht, legt das Programm nach
/opt/leitstand und die Daten nach /var/lib/leitstand und startet
den Dienst. Am Ende steht die Adresse des Panels, z. B. http://203.0.113.5:8080/.
Andere Pfade oder ein anderer Port: sudo ./install.sh --help. Das Panel spricht
unverschlüsseltes HTTP – für den Zugriff über das Internet einen Reverse-Proxy mit HTTPS
davorsetzen (nginx, Caddy) oder den Port in der Firewall auf das eigene Netz beschränken.
Für Rust, 7 Days to Die, Minecraft, TeamSpeak, Valheim, Palworld, Project Zomboid und alle anderen Spiele mit eigenem Linux-Server brauchst du nichts weiter. Manche Spiele gibt es aber nur als Windows-Server – Enshrouded, ARK: Survival Ascended, SCUM, Conan Exiles, Sunkenland, V Rising. Für die gibt es zwei Übersetzungsschichten, beide im Panel unter Konfiguration → Wine & GE-Proton:
Nach beidem fragt schon der Installer, mit einem Satz dazu, wofür es gebraucht wird – du kannst
es also gleich mitnehmen. Ohne Rückfrage geht es mit sudo ./install.sh --wine --proton.
Nachholen lässt es sich jederzeit: im Panel mit einem Klick oder mit demselben Befehl.
Der Anlegedialog zeigt bei jedem Spiel, ob es auf deinem Server läuft und was ihm gegebenenfalls fehlt. Sehr alte Distributionen können bei GE-Proton an die Grenze stoßen; Ubuntu 24.04 oder Debian 12 bringen alles Nötige mit.
GE-Proton startet über ein eigenes Skript, das die Systembibliothek libvulkan.so.1
braucht – auf einer nackten Server-Installation ohne Grafikstack fehlt sie. Der Installer holt
sie mit (Paket libvulkan1, wenige hundert Kilobyte); wer GE-Proton mit einer älteren
Fassung eingerichtet hat, bekommt im Panel unter Konfiguration → System einen Hinweis samt
Knopf oder installiert sie mit sudo apt install -y libvulkan1 nach.
Im linken Menü stehen drei Punkte, die zum Betrieb gehören und nicht zu einer einzelnen Instanz:
Beim ersten Einrichten fragt das Panel, ob es Absturzberichte und Nutzungsdaten senden darf. Beides ist freiwillig, einzeln abschaltbar und unter Konfiguration → Allgemeine Einstellungen → Datenschutz jederzeit änderbar. Absturzberichte enthalten Fassung, Betriebssystem, Fehlertext und Aufrufstapel – keine Namen, keine Servernamen, keine Pfade aus deinem Benutzerprofil. Näheres in der Datenschutzerklärung.
Neue Fassungen zeigt das Panel unter Hilfe & Support mit einem Klick
zum Einspielen – solange dein Update-Zeitraum läuft. Danach läuft LEITSTAND unbefristet
weiter; neue Fassungen gibt es mit einer Verlängerung.
Von Hand geht es auch: unter Windows das neue Setup ausführen, unter Linux das neue Archiv
entpacken und sudo ./install.sh erneut starten – die Einstellungen bleiben.
Eine Lizenz gilt für eine Installation. Ziehst du auf einen anderen Server um, melde dich
kurz unter info@whitecoding.de – wir geben den alten
Server frei. Entfernen: unter Windows über „Apps & Features“, unter Linux mit
sudo /opt/leitstand/uninstall.sh; Spielstände bleiben liegen, sofern du nicht
--purge angibst.
systemctl status leitstand und journalctl -u leitstand -n 50 zeigen, was der Dienst sagt.logs.